Rückblick auf unsere 125-jährige Vereinsgeschichte!

Sinn und Zweck unserer Schützenvereine!

Schon seit Jahrhunderten gibt es ein organisiertes Schützenwesen. Die Schützen bildeten eine allgemeine Bürgerabwehr, die Gilden und die Bruderschaften, die auch das kirchliche Brauchtum pflegten. Von besonderer Bedeutung waren die Wehrgemeinschaften in Zeiten großer Not und Gefahr. So gab es im 16. und 17. Jahrhundert jahrelang kriegerische Auseinandersetzungen. Zu erwähnen ist der Niederländische Freiheitskrieg von 1568 bis 1648 und der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648. Landsknechte und sonstige Horden zogen plündernd und brandschatzend durch unser Land und bedrohten unsere Heimat. In diesen schrecklichen Zeiten waren die Schützengilden und Bruderschaften als Selbstschutz unentbehrlich, zumal vom Staat kaum Schutz zu erwarten war. In jüngerer Zeit ist diese Funktion der Schützengesellschaften durch geordneten Staatsschutz weitgehend überflüssig geworden. Unseren Vereinen obliegt es nunmehr, weltliches und kirchliches Brauchtum zu erhalten. Wir wollen Freundschaft und Nachbarschaft pflegen, außerdem sollen Freude und Frohsinn nicht zu kurz kommen. Unsere Vorfahren und die im kriege gefallenen und vermissten Schützenbrüder wollen wir nicht vergessen. Somit haben unsere Schützenvereine eine hohe und verantwortliche Aufgabe zu erfüllen.

Nach glaubwürdigen Aussagen und schriftlicher Überlieferung unserer Vorfahren hat der Schützenverein Ondrup - Westerfelde schon vor 1888 bestanden. Es wird berichtet, daß die genannten Bauerschaften von Zeit zu Zeit Familien- und Schützenfeste feierten und bei dieser Gelegenheit ihren Schützenkönig ermittelten. Es ist anzunehmen, daß diese Vereinigung und Geschlossenheit aus den alten Wehrgemeinschaften hervorgegangen ist, die in unruhigen Zeiten ihr Hab und Gut zu schützen wußten. Im November 1888 wurde unser Verein als nunmehr fest organisierte Schützengesellschaft erstmals erwähnt. Auf der nächsten Generalversammlung am 25. April 1889 beschloß man die Anschaffung einer Vereinsfahne und ein Schützenfest am 25. und 26. August 1889 zu feiern.

 

1899

Nach zehnjähriger Pause wurde am 11. Mai 1899 in der Versammlung am Jakobsbrunnen beschlossen, wieder ein Schützenfest zu feiern, und zwar am 27. und 28. August. Es wurden gleich umfangreiche Vorbereitungen getroffen, das Offizierskorps gewählt und das Festprogramm erstellt.

 

1911

Wiederum waren zwölf Jahre vergangen, als in einer Versammlung am 5. Juni 1911 beschlossen wurde, die Schützengesellschafft als Schützenverein Ondrup - Westerfelde amtlich eintragen zu lassen und in demselben Jahr ein Schützenfest zu feiern. Bei der Polizeibehörde Bork wurde um Genehmigung der neuen Statuten und der Schützenfestfeier ersucht. Umfangreiche Protokolle mit interessanten Berichten lassen auf ein Jahr aktiver Vereinsarbeit schließen. Das Schützenfest wurde gefeiert am 27. u. 28. August rund um den Jakobsbrunnen. Der neue Festwirt war Heinrich Woermann (für den inzwischen verstorbenen Wilhelm Heitmann). Neuer König wurde Heinrich Langermann, der sich als Königin Clementine Brosterhues erwählte. Von einem schönen und gelungenen Verlauf des Schützenfestes wird berichtet. Einnahmen von 370,65 M standen 306,70 M an Ausgaben gegenüber. Mit dem Restguthaben zu Gunsten des Vereins von 63,95 M wurde bei der Selmer Spar- und Darlehnskasse ein Konto eingerichtet

 

1928
Wegen Ausbruchs des 1. Weltkrieges am 2. August 1914 konnte ein geplantes Schützenfest nicht stattfinden. Durch die Kriegswirren und die ärmliche Nachkriegszeit wurde am 28. Mai 1928 erstmals wieder am Jakobsbrunnen eine Versammlung einberufen mit folgender
Tagesordnung:

1. Wahlen zum Vorstand

    Es wurden einstimmig gewählt bzw. wieder gewählt:

      1. Vorsitzender Hubert Grosse Holz sen.

      2. Vorsitzender Wilhelm Spinne

     1. Schriftführer Josef Veltmann

     2 . Schriftführer Josef Wichmann

2. Wahl des Beirates

      Bernhard Gärken

      Theodor Böcker

      August Lippelt

      Hugo Balster

      Heinrich Schulte

      Wilhelm Steinberg

3. Beschluss

 An dem Schützenfest des Selmer Bürgerschützenvereins nimmt eine geschlossene Kompanie unter Führung von Hauptmann Heinrich Prott jun., Leutnant Bernhard Gährken und Feldwebel Anton Wulfert teil.

 

1929
Es erfolgte die Wahl der Offiziere und der Fahnenoffiziere. Als Herolde wurden August Blomenkemper und Heinrich lckerrodt gewählt. Aufgrund der wirtschaftlich schlechten Lage wurde mit den Vorständen der 3 Brudervereine abgestimmt, in jedem Jahr ein gemeinsames Schützenfest zu feiern.
Einheitliche Schützenmützen konnten zum Preis von 4,00 M bei
Heinrich Sommer erworben werden. Gewehre aus Holz wurden für 50Pfg. gestellt.
Bernhard Gährken stiftete dem Verein einen Wandschrank, der im
Vereinslokal am Jakobsbrunnen aufgehängt wurde.
Für die Exerzierübung gab der alte König Heinrich 1. Langermann, der die Königswürde 18 Jahre innehatte, je 6 Biermarken aus.
Nachdem alle Vorbereitungen getroffen waren, konnte das Schützenfest am 2. u. 3. Juni beim Gastwirt Heinrich Wörmann gefeiert werden. Der Königsschuss gelang dem Schriftführer Albert Kohl, der sich Johanna Krevert-Holle als Königin erwählte

 

1934

Der Schützenverein Ondrup - Westerfelde feierte am 26. August 1934 ein Sommerfest. Für die Damen gab es bei der Schützenkönigin Johanna Krevert-HoIIe Kaffee und Kuchen, während die Schützen sich beim Sternschießen vergnügten. Beim anschließenden Tanz flossen die Stunden gemütlichen Beisammenseins schnell dahin. Am 9. September war die Primiz des Priesters Pater Adalhard. Unser Schützenverein beteiligte sich an dem frohen und großen Ereignis bei herrlichem Wetter mit einem langen Reiter- und Radfahrzug. In einem Protokoll wird berichtet, daß die 2. Schützenkette durch den Goldschmied Höhne aus Ascheberg neu aufgearbeitet und verziert wurde. Die erste Schützenkette war der katholischen Kirche von Seim zunächst zur Aufbewahrung übergeben und später ganz überlassen worden. Sie wurde eingeschmolzen und zu einem Weihrauchfass für die St.-Josephs-Kirche in Selm-Beifang mitverarbeitet.

 

1935
Am 19. Februar 1935 wurde in der Kirchenzeitung die nächste Generalversammlung mit Fastnachtsessen (Preis 75 Pfennig) beim Wirt Georg Motzko angekündigt.
Das nächste Schützenfest sollte am 10. und 11. Juni gefeiert werden. Für den verstorbenen Heinrich Plenter wurde Hermann Fiege zum 1. und Alfons Wißmann zum 2. Kassierer gewählt. Anschließend begann das Schießen um die Königswürde. Die Begeisterung war überaus groß. Den Rest des Vogels holte Hauptmann Heinrich Schulte von der Stange, der sich Maria Langermann zur Königin erkor. Leutnant Anton Wulfert fungierte von nun an als Hauptmann. Nach einem zackigen Parademarsch wurde vor dem Königspaar und den Ehrendamen erstmals der Fahnenschlag von Hermann Fiege und Josef Wulfert nach den Klängen "Herzliebchen mein unterm Regen- dach" der Musikkapelle Bialasik ausgeführt. Der 2. Tag begann um 9.00 Uhr mit einem feierlichen Seelenamt und anschließendem Frühschoppen mit Löhnungsappell. Kurz vor dem Kaffeetrinken der Damen jedoch setzte ein verheerendes Unwetter ein, daß das Zelt zum Einsturz brachte. Das Kaffeetrinken fand deshalb in den Räumen des Festwirtes statt. Fleißige Schützenbrüder und einige Feuerwehrleute unter Leitung von Amtsbaumeister Glaser konnten das Unglück bis zum großen Festball beheben. Das Fest nahm einen stimmungsvollen Verlauf. In den frühen Morgenstunden wurde das Königspaar sicher in Begleitung einiger Festteilnehmer und der Musikkapelle nach Hause gebracht.

 

1936

Auf der Generalversammlung am 14. Januar 1936 wurde eine gerechte Festverteilung unter den 3 Vereinswirten Krevert-Holle, Motzko und Woermann beschlossen. Die jährlich stattfindenden Versammlungen und Veranstaltungen wurden auf Motzko und Krevert-HoIle verteilt. Die Schützenfeste sollten von nun an immer am Jakobsbrunnen stattfinden.

 

1937

Im Jahre 1937 verlangte die Nationalsozialistische Regierung, daß alle Schützenvereine ohne Ausnahmen dem Deutschen Schützenbund angehören müssten, andernfalls sie der Auflösung verfallen würden. Der Schützenverein Ondrup - Westerfeld ist nicht weiter darauf eingegangen. Kurz vor Beginn des 2. Weltkrieges wurde noch ein Schützenfest nach alter Tradition gefeiert.

 

1939

Das Fest am 25. und 26. Juni 1939 nahm einen würdigen und fröhlichen Verlauf. Noch ahnte niemand, welche schrecklichen Zeiten bevorstanden. Die jüngeren Mitglieder waren bereits zur Wehrmacht und zum Arbeitsdienst eingezogen worden. Während des Krieges schickte der Schützenverein seinen einberufenen Mitgliedern Päckchen an die Front, um ihnen kleine Freuden zu bereiten. Spendenlisten, Feldpostnummern der Soldaten und Dankesschriften befinden sich noch bei den Akten des Vereins. Leider war es vielen Mitgliedern nicht vergönnt, ihre Heimat wieder zu sehen. Infolge des im Jahre 1939 ausgebrochenen Zweiten Weltkrieges kam die Vereinstätigkeit weitgehend zum Erliegen.

 

1948

Erst nach der Währungsreform am 17. August 1948 wurde wieder zum n Königsball eingeladen. Das Königspaar von 1939 wurde vom Hof Heinrich Schulte abgeholt und nach dem Fahnen schlag fand ein Kaffeetrinken mit Konzert im Zelt statt.

 

1949

Auf der nächsten Generalversammlung am 18. April 1949 beim Schützenbruder Josef Budde wurde das erste Schützenfest nach dem Kriege auf den 18. und 19. September 1949 festgelegt. Nach Stunden zähen Ringens wurde der Schützenbruder Clemens Veltmann neuer König. Als Clemens 1. erwählte er sich Irmgard Schütter zur Königin.

 

1952
Am 10. Januar 1952 musste der Schützenverein Abschied nehmen von seinem langjährigen Vorsitzenden Hubert Große-Holz sen., der 41 Jahre die Geschicke des Vereins geleitet hatte. Zu seinem Nachfolger wurde Hugo Balster sen. auf der Generalversammlung am Ostermontag, dem 14. April 1952 beim Gastwirt Heinrich Krevert-Holle gewählt. (2. Vorsitzender Wilhelm Spinne, 1. Schriftführer blieben Josef Thier und 2. Schriftführer Dr. Wilhelm May,

1. Kassierer blieben Hermann Fiege und 2. Kassierer Alfons Wißmann).

Im selben Jahr wurde die Veltmannsche Kapelle vom Schützenverein "Ondrup - Westerfelde" übernommen. Sogleich fasste man den Entschluss, diese Kapelle zu einer Kriegergedächtniskapelle für die gefallenen und vermissten Soldaten beider Weltkriege der Bauer- schaffen Ondrup und Westerfelde neu zugestalten. Diese Idee fand großen Anklang in allen Schichten der Bevölkerung.

Durch die Spendefreudigkeit und den selbstlosen Einsatz heimatlicher Handwerker strahlte die Kapelle bald in neuem Glanz, so daß am 31. August 1952 die Einweihung erfolgen konnte. Nach einem feierlichen Seelenamt nahm Pastor Rohde die Einweihung in vollem kirchlichen Ornat vor und hielt eine zu Herzen gehende Ansprache. Sodann spielte die Kapelle Bialasik "Wir treten zum Beten". Danach sprach der erste Vorsitzende Hugo Balster und bemerkte unter anderem: "Je weiter wir abrücken von den harten Opferjahren des Krieges, desto mehr versiegen die Tränen und verharschen die Wunden, aber um so größer wird die Gefahr, unsere gefallenen und vermissten Heimatsöhne zu vergessen." Mit dem Lied vom guten Kameraden endete diese eindrucksvolle Feier.

Am Nachmittag versammelten sich die Damen bei Musik und Kaffee, die Schützen beim Sternschießen.

Der Abend endete mit einem gemütlichen Sommerfestball.

1953

Wie aus dem Jahresbericht hervorgeht, feierte die Schützenbruderschaff St. Fabian und Sebastian Seim ihr 300-jähriges Bestehen. Dieser Einladung war der Schützenverein Ondrup - Westerfelde in so großer Zahl gefolgt, daß uns der Vorstand des Brudervereins in Anerkennung der treuen Verbundenheit Großes Lob zollte.

Außerdem war man der Meinung, daß im folgenden Jahr wieder ein Schützenfest gefeiert werden sollte.

 

1954

Dieses Fest fand bei strahlendem Sonnenschein am 7. und 8. Juni statt. Nach eifrigem Schießen gelang es gegen 16.30 Uhr dem Schützenbruder Hubert Große-Holz die Königswürde zu erringen. Zur Königin erkor er sich Mathilde Veltmann. Der große Abschlussball endete Pfingstdienstag in Anwesenheit vieler

Gäste und der Majestäten von Selm (August Witthoff-Osterhaus) und Beifang (Theo Frenzer). so Auf der Versammlung am Sonntag, dem 28. November 1954 bei Krevert-Holle gedachte der Vorsitzende Hugo Balster sen. in rührenden Worten der beiden verstorbenen Mitglieder, des 2. Vorsitzenden Wilhelm Spinne und des Ehrenmitgliedes Heinrich Tinkloh.

2. Vorsitzender wurde seine Majestät Hubert 1. (Große-Holz).

Unter anderem wurde beschlossen, daß auch Bewohner der benachbarten Bauernschaft Netteberge aufgenommen werden können.

 

1955

Wegen schlechter Ernte und Witterung im Herbst 1954 wurde der noch fällige Königsball auf den 30. Mai 1955 festgelegt. Bei schönem Wetter und großer Beteiligung verlief der Nachmittag für die Damen und Schützen mit plattdeutschen Vorträgen von Paula Wilkens. Mit dem Fahnenschlag um 19.00 Uh begann der große Festball.


1957

Am 23. und 24. Juni 1957 wurde das Schützenfest erstmals mit Heinrich Rohde als Oberst und Rudi Bohr als Spieß gefeiert. Neuer König wurde Wilhelm 1. (Plogmaker sen.) der sich Frau Paula Scheffer zu Königin erkor.
 

1958

Dieses Jahr stand ganz im Zeichen der 1100-Jahr-Feier" von Seim. An den Feierlichkeiten vom 13. bis 16. Juni 1958 nahmen alle Vereine fast vollzählig teil. Der Festumzug mit vielen Wagen und Trachten- Gruppen begleitet von 10 Musikkapellen, zog drei Stunden durch die Straßen von Selm.

 

1959

Zum 18. Mai 1959, hat das Königspaar seine Majestät Wilhelm 1. (Plogmaker) und Paula Scheffer zum Königsball eingeladen. Nach dem Kaffeetrinken und einem Preisschießen für die Schützen begann am Abend der große Festball.

 

1960

Das geplante Schützenfest 1960 wurde auf das nächste Jahr verschoben, um an der 225-jährigen Jubelfeier der Bürgerschützengilde Selm-Beifang teilnehmen zu können. Stattdessen fand ein Ausmarsch statt, der mit einem Gedenkgottesdienst, zelebriert von Pater Adalhard Heitmann, und Kranzniederlegung an unserer Gedächtniskapelle begann.

Abends wurde am Jakobsbrunnen gefeiert.

1961

Auf dem Schützenfest am 25. und 26. Juni 1961 gelang es mit Wohlgezielten Schüssen dem Major Alois 1. (Weissenberg) unter Assistenz seiner Adjutanten den Vogel von der Stange zu holen. Als Königin erkor er sich Frau Mathilde Wacker.

 

1962

Am 27. Mai 1962 feierten König Alois 1. und seine Königin Mathilde ihren Königsball. Nach einem sauber ausgeführten Fahnenschlag von Bernhard Rotert und Heinz Schulte begann um 19.00 Uhr der große Festball, bei dem auch Pfarrer Müller und Kaplan Burghard anwesend waren.

 

1964

Auf zwei Ausmärschen mit Gipsvogelschießen fungierte erstmals Josef Wacker als Hauptmann, für das bevorstehende Schützenfest am 21. und 23. Juni 1964. Nach

erbittertem Ringen um die Königswürde, insbesondere zwischen dem Vorsitzenden Hugo Balster sen. und dem neuen König Hubert II. (Prott), gelang es diesem schließlich, die Königswürde zu erlangen. Zu seiner Mitregentin nahm er seine jungvermählte Frau Edelgard. Bei schönem Wetter wurde nach alter Tradition und zu den Klängen der Musikkapelle Walter Junge kräftig gefeiert.

 

1965

Für die Renovierung der Friedenskirche wurde 1965 ein Fenster im Werte von DM 1.000,00 vom Schützenverein Ondrup Westerfelde gestiftet.

1966

Zum Ausmarsch am 5. Juni 1966 hatte seine Majestät Hubert II. (Prott) eingeladen. Nach der heil. Messe um 10.30 marschierte der Schützenverein zum Gehöft Fritz Mai, der es sich nicht nehmen ließ, wie immer als Dirigent der Musikkapelle voran zu marschieren. Für das leibliche Wohl sorgte seine Majestät Hubert II. Als Dirigent brachte Fritz Mai stets den Schützenverein Ondrup Westerfelde mit seinem Taktstock sicher an sein Ziel.
 

1967
 Nach zwei vorangegangenen Ausmärschen wurde am 2. und 3. Juli 1967 wieder ein Schützenfest gefeiert. Bei herrlichem Sonnenschein und großer Hitze gelang es dem Major  Josef Brosterhues bei starker Konkurrenz, schließlich den Rest des Vogels von der Stange zu holen. Zu seiner Königin erkor er sich Margret Röllmann. Zum Königball wurde am Sonntag, dem 8. September 1968, eingeladen.

1970
Auf dem Schützenfest am 5. und 6. Juli 1970 gelang es dem Schützen- Bruder Wilhelm Spinne (Buxfort) bei herrlichem Wetter mit Wohlgezielten Schüssen die Königswürde zu erringen. Als Wilhelm II. nahm er sich seine Nachbarin Mathilde Reher zur Königin.

1972
Der Königsball wurde am 3. September 1972 gefeiert. Die Damen wurden am Nachmittag von der Selmer Landjugend mit Tanzdarbietungen und Musik unterhalten. Die Schützen stellten auf einem neu- gebauten Schießstand ihr Können unter Beweis.

 

1973

Das nächste Schützenfest wurde am 27. und 28. Mai 1973 gefeiert. Schließlich gelang es von 3 ernsten Anwärtern Heinrich Thier den Rest von der Stange zu holen. Nach dem Mono: "Seid nett zu den Nachbarn", nahm er sich seine Nachbarin Gertrud Heitmann zur Königin. In den bewährten Händen von Gertrud Heitmann liegt es über Jahre hinaus unsere Kriegergedächtniskapelle zu allen besonderen Anlässen herzurichten und zu schmücken.

Heinrich IV. und Gertrud 1. feierten ihren Königsball am 9. September


1974
Auf der General Versammlung am 27.04.1974 gab es einen Wechsel im Vorstand. Hugo Balster sen. wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt, zum 1. Vorsitzenden wurde Hubert Große-Holz, zum 2. Vorsitzenden Hubert Prott gewählt.

1975
Seit 1938 feierte man erstmals im Jahr 1975 wieder Karneval am Jakobsbrunnen. Ein Ausmarsch am 28. September 1975 zum Schützenbruder Theodor Haschmann klang mit Musik und Tanz aus.

1976
Die Überraschung auf dem Schützenfest am 2. und 3. Mai 1976 gelang dem Nachbarn des amtierenden Königs Heinz Schütter, der mit dem 222. Schuß die Königswürde errang. Auch er nahm sich seine Nachbarin, Hanne 1. (Thier), zur Königin.


1977
Am 29. April 1977 war großer Königsball und am 8. Mai Biwak mit ca. 600 Schützen. Es kamen die Schützen von St. Stephanus Bork von der Bürgerschützengilde Selm-Beifang und der Bruderschaft St. Fabian
und Sebastian Selm im Sternmarsch zum Jakobsbrunnen, um nach der Stadtwerdung von Selm und Bork eine kameradschaftliche Verbundenheit zu bekunden und weil in dem Jahr in beiden Gemeinden kein Schützenfest gefeiert wurde. Es spielten die Kapelle Farwick, der Fanfarenzug der GatzweiIer Brauerei und der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Selm. Am 26. November 1977 nahm unser Verein an dem feierlichen Festakt  zur Verleihung der Stadtrechte an die Gemeinde Selm teil.

1978

Teilnahme an dem 325-jährigen Bestehen der Feierlichkeiten der Bruderschaft St. Fabian und Sebastian Selm vom 10. bis 12. Juni 1978.

1979
Auf der Generalversammlung am 6. Januar 1979 bedankte sich der Schützenbruder Richard Plenter persönlich für die Wünsche zur Vollendung seines 100. Geburtstages und spendete 1 Hektoliter Bier. Das nächste Schützenfest wurde vorbereitet. Es begann mit einem Rheinischen Stimmungsabend am 28. April um 19.00 Uhr. Es spielte eine Düsseldorfer Tanzkapelle, aufgelockert mit Beiträgen von bekannten Unterhaltungskünstlern aus Funk und Fernsehen. Am 29. April 1979 gelingt Edmund Hörstrup der Meisterschuss. Als seine Majestät Edmund 1. erkor er Walburga Schoeler zur Königin. Der 1. Mai begann mit einem Gottesdienst in der Friedenskirche und endete mit einem großen Festball. Der MGV Seim, die Jagdhornbläser und die Kapelle Farwick sorgten für gute Stimmung.

1980

Zum Königsball luden seine Majestät Edmund 1. und Walburga 1. am

31. Mai 1980 in die festlich geschmückte Halle des Schützenbruders

Theo Haschmann ein. Am Freitag dem 18. Juli 1980, nahmen wir Abschied von unserem geschätzten Ehrenvorsitzenden Hugo Balster.

 

1982

Schützenfest am 10., 12. und 13. Juni 1982. Sein Wunsch ging in Erfüllung, als Stabsarzt Rudi Bohr mit dem 351. Schuß den Rest des sehr lädierten Vogels mit mehreren Schüssen hintereinander, ohne fremde Hilfe, von der Stange holte.
Umjubelt von den Schützen und zahlreichen Anwesenden wurde er als Rudi 1. proklamiert. Zu seiner Mitregentin erwählte er sich Hilde Scheffer. Am Samstag, dem 12. Juni 1982, Kaffeetrinken der Damen mit glänzender Unterhaltung durch Kiepenkerl "Jockel" Schwager und Majestät Rudi. Abends großer Festball mit vielen Gästen. Am Sonntag, dem 13. Juni 1982 fand, nach dem Festgottesdienst und Kranzniederlegung ein Frühschoppen statt, der bis zum Abend dauert. Zum Königsball hatte das Königspaar am Samstag, dem 7. Mai 1983, eingeladen.
 

1985

Das Schützenfest beginnt Fronleichnam (6. Juni 1985) um 13.00 Uhr
ins mit dem Antreten der Schützen und anschließendem Vogelschießen.

Unter den vielen Bewerbern um die Königswürde gelang schließlich
Hugo 1. (Balster) der Königsschuss. Zu seiner Königin erkor er sich
Hedwig 1. (Albers). Ehrendamen wurden Mechthild Balster, Elisabeth Boecker und Adelheid Reher. Am Sonntag, dem 8. Juni 1985, waren ca. 200 Frauen der Einladung zum Kaffe trinken gefolgt, dabei sorgte eine Modenschau für gute Unterhaltung.  Zum großen Festball erschienen viele Verwandte und Freunde des Königspaares sowie Abordnungen von Schützen einiger Nachbarvereine.  Der dritte Tag begann mit einem Gottesdienst. Anschließend legte der

1. Vorsitzende Hubert Große-Holz einen Kranz in der Kriegergedächtniskapelle nieder. Das Schützenfest endete mit einem zünftigen Frühschoppen.

Für den Königsball stellten die Schützenbrüder Clemens und Wilhelm Spinne am 14. Juni 1986 ihre Halle zur Verfügung, in der festlich geschmückt, bei schönem Wetter, der Tag mit vielen Gästen und Marcus Hörstrup als Musikant einen  stimmungsvollen Verlauf nahm.


 

1987
Im Hinblick auf das Jubiläumsfest 1988 fanden in diesem Jahr drei Ausmärsche statt. Am 16. Juni 1987 um 19.00 Uhr zur Königin Hedwig 1. (Albers), am 12. Juli 1987 um 13.00 Uhr zum Generaloberst Heinrich Rohde und am 20. Sept. 1987 um 10.30 Uhr zur Majestät Hugo 1. (Balster). Diese Ausmärsche waren gut vorbereitet und für das Wohl der Schützen war bestens gesorgt. Ein erstes Kinderschützenfest wurde gleichzeitig auf dem Hof der Majestät Hugo 1. (Balster) gefeiert. Die Kinder unserer Mitglieder schossen, hellauf begeistert, mit der Armbrust auf einen Vogel aus Brotteig. Sarah Schwenken wurde Königin und nahm sich Thorsten Albers zum König.

 

Vorstandsitzung am 1. Februar 1988 Hubert Große Holz berichtete über den Fortgang der Vorbereitungen für die Festschrift, und Hubert Prott teilte mit, dass er für das Jubelfest ein Pferdegespann bestellt habe.

 

1988

100 Jahre Schützenverein

Ondrup-Westerfelde 1888 e.V.

 

Vorstandsitzung am 1. Februar 1988 Hubert Große Holz berichtete über den Fortgang der Vorbereitungen für die Festschrift, und Hubert Prott teilte mit, dass er für das Jubelfest ein Pferdegespann bestellt habe.

Zur Bedeutung des Schützenvereins

Brief von Pater Adalhard Heitmann

 zum 100-jährigenVereinsjubiläum

Seit meinem Eintritt in die Benediktinerabtei St. Joseph zu Gerleve, und somit meinem Abschied von der Heimatgemeinde Seim, sind 60 Jahre vergangen. Die Verbindung mit der Heimat, und daher auch mit ihrem Schützenverein Ondrup - Westerfelde blieb lebendig. Bei meiner Heimatprimiz am 9. September 1934, an deren Feier der Verein maßgeblich beteiligt war, wie dies auch von der Feier des Goldenen Priesterjubiläums am 9. September 1984 gilt, wurde ich zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt, zu dessen Veteranen ich gehöre. Der Verein wurde 1888 gegründet und rüstet sich zur Feier des 100. Geburtstags. Da ist es wohl angebracht, über die vergangenen Jahrzehnte nachzudenken, auf unsere Gegenwart einzugehen und nicht zuletzt auf die Zukunft zu blicken. Immer gilt es in einem Schützenverein, wie auch bei anderen Vereinen, grundsätzlich darum, etwas zu schützen, zu pflegen und zu bewahren. Wir leben in Jahren, die gekennzeichnet sind durch die Bestimmung: des Heiles. Aber durch Vieles können die heilen Gegebenheiten gefährdet sein, z. B. durch Menschen und den natürlichen Ablauf der Dinge, die von sich aus der Vergänglichkeit unterworfen sind. Notwendig sind somit Schutzmaßnahmen, bei denen sich der Beschützende verschiedener Mittel bedienen kann. Ein technisches Mittel z. B. ist das Gewehr, das Verteidigung besagt - sich wehren. Gewiss ist es merkwürdig, daß eine Schusswaffe zum Schützen dient und daß der Beschützer zum Schützen wird. Es liegt in der Natur der Menschen, daß sie sich zur Erreichung bestimmter Ziele zu einer Einheit zusammenschließen, zu einem Verein. Daraus ergibt sich: 1. daß Gegebenheiten, die im Einzelleben vergehen würden, vor dem Untergang bewahrt werden. Als eindrucksvolles Beispiel diene uns die Kaldeweysche Kapelle, die, durch das Ableben der Stifterfamilie verwaist, 1952 vom Schützenverein Ondrup - Westerfelde übernommen wurde und jetzt von ihm liebevoll betreut wird, sie ist zugleich der Erinnerung an die Gefallenen gewidmet, deren Namen auf den Gedächtnistafeln in der Kapelle verewigt sind.

2. Das Leben im Verein bewahrt die Vereinten vor bedrückendem Alleinsein, es wird die Geselligkeit gepflegt und Unterschiede werden ausgeglichen. Deutlich wird dies besonders bei der Feier von Schützenfesten, deren Volkstümlichkeit unverwüstlich ist. Bei uns gehört zum Schützenfest die gemeinsame Messfeier, bei der auch die Verstorbenen mit einbezogen werden. Erwähnt sei auch die Pflege des gemeinsamen religiösen Lebens das ganze Jahr hindurch. Wichtig ist die Beachtung der Sonn- und Feiertage. Soll unser Dasein den Reichtum bewahren, der ihm durch den Glauben zukommt, können diese Zeichen religiösen Lebens nicht als etwas Nebensächliches abgetan werden. Der Gedanke an eine Zukunft, die endgültige und die begrenzte in dieser Zeitlichkeit, ist mitbestimmend für die Prägung unseres Lebens in dieser Welt. Uns ist ein Leben in aller Fülle verheißen, daß wir im Angesichte des Todes nicht trauern wie solche, die keine echte Hoffnung haben, uns tröstet die Verheißung des vollen Lebens im der zukünftigen Welt. Unser Glaube ist keine Versicherung gegen Schicksalsschläge, aber er bringt uns auf Distanz zum Schicksal.

Von Herzen wünsche ich dem Schützenverein Ondrup - Westerfelde alles Gute zu weiterem Gedeihen auf unbegrenzte Zeit..

 

 

1988

Kaiser Hubert Prott und Edelgard Prott

Unser 2.Vorsitzender Hubert Prott hatte das Glück und holte den Rest des Vogels von der Stange. Er wurde somit der erste Kaiser in unserem Verein. Kaiserin wurde seine Frau Edelgard.

1991

Königspaar

Siegbert Rottmann und Renate Wirts

Siegbert Rottmann war es vergönnt nach zähem Ringen mit dem 510ten Schuss den Rest des Vogels von der Stange zu holen. Als Hitzekönig ging er in die Analen ein. Zur Königin nahm er Renate Wirtz.

 

 

1994

 

Königspaar

Detlef Ackermann und Petra Holterbork

 

 

Nach dem 425ten Schuss wurde

Detlef Ackermann Schützenkönig.

Zur  Königin nahm er Petra Holterbork.

Im Hofstaat:

Gaby und Ludger Holterbork

Monika und Heinrich Schöler

Anne und Bernhard Bußmann

Silvia Ackermann und Herbert Holterbork

 

Am 18.09.1996 wurde eine Busfahrt nach Altenahr  veranstaltet.

 

 

 

1997

 

Königspaar

Michael und Martina Prott

 

 

 

Mit dem 356ten Schuss holte Michael Prott den Vogel von der Stange. Zur Königin nahm er  seine Frau Martina Prott.

Dem Königspaar stehen während

ihrer dreijährigen Regentschaft

Michaela und Uwe Trogemann

Bettina und Dirk Burow

Marlies und Dieter Ressemann

Andrea und Thomas Wirtz

zur Seite.

 

2000

 

Königspaar

Edmund Hörstrup und Walburga Schöler

 

 

Mit dem 314ten Schuss holte Edmund Hörstrup den Vogel von der Stange. Zur Königin nahm er  Walburga Schöler.

Dem Königspaar stehen während

 ihrer dreijährigen Regentschaft

Waltraud Hörstrup und Albert Schöler

Edelgard und  Hubert Prott

Bärbel und Wolfgang Sprawe

Ursula und Horst  Engler

Erika und Heinz Klockenkämper

zur Seite.

 

 

2003

Königspaar

Thomas und Sandra Hoffmann

Mit dem 434ten Schuss holte Thomas Hofmann den Vogel von der Stange. Zur Königin nahm Hofmann seine Frau Sandra. Im Hofstaat:

Petra und Peter Sowislo

Petra und Herbert Holterbork

Claudia und Detlef Ackermann

Carola und Frank Flöter

Susanne und Clemens Wiewel

 

20.01.2004

 

Heinz-Georg Mors löst den langjährigen Vorsitzenden der Schützen Ondrup-Westerfelde, Hubert Prott, nach 40 Jahren langer Vorstandsarbeit, davon 15 Jahre als erster Vorsitzender ab. Für sein großes Engagement für den Verein erhielt er eine Verdienstmedaille. Zu seinem Nachfolger wählten die Schützen einstimmig Heinz-Georg Mors. Das Amt des zweiten Vorsitzenden wird in Zukunft Heinrich Rohde bekleiden

2006

Kaiser

Michael und Martina Prott

 

Wie der Vater so der Sohn: Auf den Tag genau 18 Jahre nach seinem Vater erringt Michael Prott die Kaiserwürde.

Dem Kaiserpaar Michael und Martina Prott stehen während ihrer dreijährigen Regentschaft Gisela und Jürgen Kortendiek, Barbara und Frank Lütke Volksbeck, Michaela und Uwe Trogemann,  Marlies und Heinz Georg Mors sowie Christiane und Heinrich Rohde im Hofstaat zur Seite. Mit dem 334ten Schuss hatte er am Sonntag, 06.06.2006 um 16:35 Uhr den letzten Rest von der Stange geholt. Zu seiner Kaiserin

nahm er Ehefrau Martina.

Ausgezeichnet für 25-jährige Treue wurden:

Jürgen Kortendiek, Manfred Heitmann, Josef Wörmann, Heinz-Georg  Mors, Horst Flöter, Horst Engler, Hubert Brosterhues, Bernhard Wiewel und Heinz Klockenkemper. Ludwig Heitmann wurde für 53-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt.

 

2009

 Königspaar

Benedikt Reher und Britta Kloth

Königsschießen verlief anders als geplant

Eigentlich wollte er den Vogel nur für seinen Vorsitzenden Heinz-Georg Moors locker schießen. Dann fiel der Vogelrumpf aber um 16:45 Uhr von der Stange. Benedikt Reher wurde mit dem 375ten Schuss neuer König der Schützen Ondrup-Westerfelde. Gemeinsam mit Britta Kloth regiert der Chef der Wache nun die nächsten drei Jahre in Ondrup-Westerfelde. Einige Bewerber trauten sich bis zum Schluss an das Gewehr, aber immer war nur zu hören: Wir machen den Vogel für Heinz-Georg locker. Ob Peter Sowislo, Frank Lütke Volksbeck oder Tobias Albers, alle wollten ihrem Vorsitzenden behilflich sein. Hofstaat: Martina und Matthias Böcker,  Mareike und Hendrik Böcker, Tobias Albers und Katrin Grothues, Daniela Holterbork und Björn Albers, Julia Kloth und Christian Isermann , Birgit Bönninghoff  und Stephan Peters .

 

 

2012



Das Königspaar 2012-2015

 Heinz-Georg und Marlies Mors


 

 

Mit dem 255ten Schuss holte um 16.28 Uhr Heinz-Georg Mors den Vogel von der Stange.

Ein strahlender König Heinz-Georg Mors, ein gut besuchter Königsball, eine gute Beteiligung der Schützen und tolles Wetter. Beim abschließenden Königsball in Ondrup-Westerfelde sah man nur zufriedene Gesichter.

Vertreter der Schützenvereine aus Selm, Bork, Südkirchen und Netteberge gratulierten dem neuen Königspaar Marlies und Heinz-Georg Mors und feierten mit den Schützen aus Ondrup-Westerfelde einen tollen Ball zum Abschluss. Der letzte Tag hatte mit dem Frühschoppen im Festzelt begonnen.

Doch zunächst feierten die Schützen einen Gottesdienst in St. Ludger. Die Schützen waren beim Frühschoppen nicht allein. Sie hatten ihre Familien mitgebracht. Bei Kaffee, manche hatten auch schon wieder ein Blondes vor sich, leckeren Brötchen und Rührei stärkte sich die Schützenfamilie.

 

 

Vorstand

im Jubiläumsjahr 2013

                                                                                                  

Von Links:

Fahnenoffizier Hubert Brosterhues

2. Kassierer Herbert Holterbork,

1. Kassierer Tobias Albers,

1. Schriftführer Frank Flöter, 

Beirat Mattias Böcker,

2. Schriftführer Peter Sowislo,     

2. Vorsitzender Heinrich Rohde,  

1. Vorsitzender Heinz-Georg Mors,

Beirat  Björn Albers,    

Schießwart Martin Schnellmann,

Beirat Heinrich Schöler,

nicht auf dem Foto Beirat Markus Eggenstein.

 

Offiziere

im Jubiläumsjahr 2013

                                                                                                                                        

Von Links  Fahnenoffizier Hubert Brosterhues

Hauptmann Wilhelm Grosse Holz, Major Heinz Böcker,

Leutnant Manfred Heitmann,  General Siegbert Rotert,

Oberst Werner Zurhove, Sanitätsfeldwebel Horst Flöter,

Fahnenoffizier Harald Schäfer, Spieß Benedikt Reher.

Nicht auf dem Foto: Fahnenoffiziere Jörg Zurhove und

Friedhelm May, Stabsarzt  Hermann Reher,  Wachoffizier  Henrik Volle,

 Ehrenvorsitzender Hubert Prott, Ehrengeneral  Josef Brosterhues.

 

 

Wache im Jubiläumsjahr 2013

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Von Links:

Christoph Heitmann,  Johannes Wörmann,  Benedikt Kock,  Dominic Wörmann,

Markus Heitmann, Jan Niklas Kortendiek,   Johannes Kohl, Rico Heimann, Nils Flöter,

Thomas Holterbork, Marco Schulz,  Mathias Sandhowe, Gregor Mors,  Bernd Schöler,

Phillip Mors, Christian Sandhowe.

Nicht auf dem Foto:

Wachführer Henrik Volle.

 

 

Der Jubiläumskönig heißt Dieter Ressemann

Die Schützen Ondrup-Westerfelde haben ihren Jubiläumskönig zum 125-jährigen Bestehen gefunden: Dieter Ressemann hat am Samstag mit dem 325. Schuss am Samstag um 19.50 Uhr den Vogelrest von der Stange. Zuvor hatten sich die Kandidaten einen heißen Kampf geliefert.

Zur Königin wählte Dieter Ressemann seine Frau Marlies. Es war ein heißer Kampf um die Würde des Jubiläumskönigs. Acht Bewerber lieferten sich einen erbitterten Kampf. Immer wieder wackelte der Vogelrest, doch erst bei dem gezielten Schuss von Dieter Ressemann fiel er von der Stange.

Das Vogelschießen begann sehr erfolgreich. Bereits mitdem 4. Schuss holte Bürgermeister  Mario Löhr den Apfel von der Stange. Wenig später folgte die Krone durch den amtierenden König und Vorsitzenden Heinz-Georg Mors. Auch die beiden Flügel waren schnell unten. Mit dem 30. Schuss sicherte sich Matthias Böcker den linken, vier Schüsse später Jürgen Kortendiek den rechten Flügel. 

Vogelrest war widerspenstig

Mit so wenig Schüssen für die Insignien hatte niemand gerechnet. Und damit der Vogel nicht zu früh herunterfiel, legte man erst einmal eine Schießpause ein. Doch dann erwies sich der Vogelrest als sehr zäh. Rund 100 Schuss wurden im Endkampf abgefeuert.



 

 

 

 

 

 

 

 

 



 2015

Schützenfestjahr

Großer Zapfenstreich

Es gibt einige Anwärter“
Heinz-Georg Mors und Heinrich Rohde über einen kleinen Schützenverein, der wie eine große Familie ist

SELM. Der Schützenverein Ondrup-Westerfelde feiert an den Pfingsttagen, vom 22. bis zum 25. Mai, sein Schützenfest. Im Vorfeld sprach Theo Wolters mit dem König und Vorsitzenden Heinz-Georg Mors sowie dem stellvertretenden Vorsitzenden Heinrich Rohde über den Schützenverein, Königsanwärter und das Programm in diesem Jahr.
Frage: Sind die Vorbereitungen abgeschlossen?
Antwort: Mors: Auf der letzten Vorstandssitzung haben wir das Programm festgelegt. Alles ist vorbereitet, das Schützenfest kann kommen.
Frage: Wird es etwas Neues geben?
Antwort: Mors: Wir beginnen wieder am Freitag mit einem bunten Abend im Zelt. Diesmal werden aber nicht die Bullemännern auftreten. Wir haben mit Horst und Ewald ein Comedy-Duo gewinnen können, das sicherlich für angespannte Lachmuskeln sorgen wird. Das Duo war Anfang des Jahres beim Neujahrsempfang der Stadt Selm zu Gast. Es ist dort gut angekommen.
Frage: Wird es nach der Comedy auch Musik zum Tanzen geben?
Antwort: Rohde: Sicherlich, denn Horst vom Comedy-Duo ist auch ein guter DJ. Die Veranstaltung wird um 20 Uhr im Festzelt am Jakobsbrunnen beginnen. Karten für 15 Euro gibt es im Vorverkauf ab sofort bei Heinz-Georg Mors, Südkirchener Straße 130, Tel. 20880. An der Abendkassse werden die Karten, wenn es dann noch welche gibt, 18 Euro kosten.
Frage: Gibt es Änderungen im Programmablauf?
Antwort: Mors: Nein, es bleibt alles wie bisher. Am Samstagabend ist zunächst um 19 Uhr Antreten am Festzelt. Dann wird das Königspaar bei Holterbork abgeholt, anschließend beginnt der Königsball. Darauf freuen meine Frau Marlies und ich uns sehr. Für gute Musik wird DJ Andreas Büscher sorgen. Gute Tanzmusik ist garantiert. Gäste sind herzlich willkommen – bei freiem Eintritt.
Frage: Am Sonntag findet dann der Höhepunkt statt...
Antwort: Rohde: So ist es, der neue König wird ermittelt. Doch zunächst werden die Schützen um 6 Uhr geweckt. Um 13 Uhr ist dann Antreten am Festzelt. Nach dem Hissen des Vogels geht es dann erst um die Insignien, bevor es dann ernst wird.
Frage: Gibt es denn schon Königsanwärter?
Antwort: Mors: So wie man hört, wird es wohl einige Anwärter geben, ja. Aber man muss immer das Schießen abwarten. Oft gesellen sich noch weitere Interessierte erst beim Vogelschießen dazu. Ich rechne aber auf jeden Fall mit einem spannenden Kampf um die Königswürde.
Frage: Was kann man zum Vogel sagen?
Antwort: Rohde: Der Rumpf ist aus Pappelholz, die Flügel aus Sperrholz. Er ist 1,20 Meter breit und wiegt 20 Kilogramm. Ich denke, es werden wieder zwischen 350 und 600 Schuss notwendig sein.
Frage: Was ist nach dem Königsschuss geplant?
Antwort: Mors: Gegen 17 Uhr soll es die Königsproklamation und einen Fahnenschlag geben. Anschließend wird der Sonntag mit Musik am und im Festzelt ausklingen. Für die richtige Musik sorgen Dominic Wörmann und Lukas Wesselmann.
Frage: Das war’s dann?
Antwort: Mors: Nein, am Montag treffen wir uns um 8.30 Uhr zur Schützenmesse in der Friedenskirche. Anschließend marschieren wir zur Kapelle am Knapp, wo ein Kranz niedergelegt wird. In diesem Jahr wird es auch erstmals gegenüber der Kapelle einen Fahnenmast geben. Dieser soll eingesegnet werden. Wenn wir das Schützenzelt erreicht haben, gibt es Frühstück für die ganze Schützenfamilie. Anschließend werden wir Ehrungen und Beförderungen vornehmen. Am Abend feiern wir gemeinsam mit Vertretern der Gastvereine. Beginn ist mit einem Fahnenschlag um 19 Uhr, dann werden die Gastvereine ins Zelt marschieren.
Frage: Welche Gastvereine werden erwartet?
Antwort: Rohde: Mitglieder der Schützenbruderschaft St. Fabian und Sebastian, der Bürgerschützengilde Selm-Beifang, der Bürgerschützengilde St. Stephanus Bork, vom Männerring Netteberge und aus der Schützenbruderschaft St. Pankratius Südkirchen werden beim Festball zu Ehren des neuen Königs vertreten sein. Es gibt Musik mit der „Blue Light“-Band.
Frage: Ist auch wieder eine Generalprobe vorgesehen?
Antwort: Rohde: Traditionell wird es zwei Wochen vor dem Fest einen Ausmarsch geben. Am Sonntag, 9. Mai, werden sich die Schützen bei mir treffen und dann mit Zwischenstopps zur Familie Kortendiek marschieren. Dort beginn dann um 13 Uhr das Kindervogelschießen, zudem wird der Gipsvogel ermittelt.
Frage: Womit werfen denn die Kinder?
Antwort: Rohde: Sie werden mit Keulen auf einen großen Brotvogel werfen.
Frage: Zum Schluss noch eine allgemeine Frage: Was, würden Sie sagen, zeichnet den Schützenverein Ondrup-Westerfelde aus?
Antwort: Mors: Wir sind mit rund 16I  Mitgliedern ein kleiner Verein. Doch rund 50 Prozent sind aktiv dabei, helfen bei verschiedenen Veranstaltungen. So haben wir nun zum dritten Mal in Folge keinen Festwirt, sondern die Versorgung wird von unseren Mitgliedern übernommen. Wenn es im Verein Arbeit gibt, finden sich immer Mitglieder, die helfen möchten. Wir sind eine große Schützenfamilie.




Ausmarsch 2015

 

Der Schützenverein Ondrup-Westerfelde feiert an den Pfingsttagen sein Schützenfest. Am Samstag haben sich die Schützen zur Generalprobe getroffen.
Traditionell wird beim Ausmarsch vor dem Schützenfest auch immer der Gipsvogel- und Kinderkönig ermittelt.
„Unser Ausmarsch heute dient als Generalprobe für das Schützenfest vom 22. bis 25. Mai im Festzelt am Jakobsbrunnen“, erklärt Frank Flöter, erster Schriftführer beim Schützenverein Ondrup-Westerfelde. Am Mittag trat der Schützenverein beim Vorsitzenden und amtierenden König Heinz-Georg Mors an. Nach zwei Zwischenstopps bei den Schützenbrüdern Jörg Wolters und Berthold Ettmann endete die Reise der Schützen auf dem Hof von Jürgen Kortendiek.
Höhepunkt für den Nachwuchs ist immer das Kinderschützenfest. Der überwiegende Teil der Kinder, die munter mit Holzkeulen auf den Brotvogel warfen, waren Mädchen. So richtig hinunterfallen wollte der Vogel aber nicht. Nachdem ein paar exzellente Würfe ihn dann doch lockerten, war es letztendlich die sechsjährige Hannah Albers, die den Brotvogel von der Halterung warf. Damit löst sie die Königin Lara Jäckering von ihrem Amt ab. Als neuen König wählte Hannah Albers Leonard Balster-Spinne aus. Ehrendamen sind Jana Jäckering, Anna Böcker und Jule Böcker.

Die Erwachsenen ermittelten ihren neuen Gipsvogelkönig mit einem Kleinkalibergewehr. Niklas Kortendiek holte beim 375. Schuss den Gipsvogelrest von der Stange. Zu seiner Königin wählte er sich Marlene Brentrup . Der amtierende König Heinz-Georg Mors schoss das Zepter, Rico Heimann den Apfel, Matthias Sandhove die Krone, Johannes Wörmann den linken Flügel und Henrik Volle den rechten Flügel.


Schützenfest 2015

Ondrup Westerfelde hat einen neuen König Herbert
und jetzt auch eine Kaiserin Petra



Herbert Holterbork ist neuer König des Schützenvereins Ondrup-Westerfelde. Mit dem 290. Schuss holte er am Sonntag um 17.40 Uhr den Vogelrest von der Stange.
Bei herrlichem Wetter verfolgten viele Zuschauer den spannenden Endkampf. Und man kann von Kaiserwetter sprechen, denn der Schützenverein hat nun auch eine Kaiserin. König Herbert wählte seine Ehefrau Petra zur Königin. Und sie wird die nächsten Jahren als Kaiserin regieren, da sie bereits im Jahr 1994 an der Seite von Detlef Ackermann Königin war.
Es war kein normales Vogelschießen. Denn nach nur wenigen Schuss war das Gewehr defekt, musste gewechselt werden. Und dann fielen auch recht schnell die einzelnen Insignien. Bereits mit dem 18. Schuss holte Frank Flöter das Zepter von der Stange, nur einen Schuss später fiel der Apfel durch Stephan Peters.
Krone war zäh
Auch die Krone wurde schnell getroffen, doch sie fiel nicht. Sie hing nun hinter dem Vogelhals, war schlecht zu erkennen. Doch dafür fielen sehr schnell der linke Flügel durch Heinrich Schöler und der rechte Flügel durch Uwe Trogemann. Bereits nach einer halben Stunde hing nur noch der Vogelrest und die versteckte Krone. So gab es bereits nach dem kurzen Schießen eine Feuerpause.
Dann gelang es endlich Jürgen Kortendiek, die Krone abzuschießen. Nun ging es in den Endkampf. Doch erstmal gab es eine kurze Besprechung, denn zunächst war nur Jürgen Kortendiek ein ernsthafter Anwärter auf die Königswürde.
In Ondrup-Westerfelde hat es aber immer mehrere Anwärter gegeben. Und so auch diesmal. Neben Jürgen Kortendiek griffen nun Klemens Wiewel, Peter Sowislo und Herbert Holterbork in den Endkampf ein.
Schuss um Schuss gaben die Anwärter ab, doch der Vogel erwies sich als sehr zäh. Immer wieder drehte sich der Vogelrest, fallen wollte er aber nicht.
Bei dem letzten Schuss von Peter Sowislo hatten die Zuschauer schon den Jubelschrei auf den Lippen, doch wieder blieb der Rest an der Stange hängen. Dann trat Herbert Holterbork an. Mit einem gezielten Schuss holte er unter dem Jubel der vielen Schützen und Zuschauer den Vogelrest von der Stange.
Viel Pech beim Endkampf hatte Jürgen Kortendiek. Bereits vor drei Jahren war er ganz knapp Heinz-Georg Mors unterlegen gewesen. Und auch diesmal musste er einem anderen Schützen in dem fairen Wettkampf den Vortritt lassen.
Zu den ersten Gratulanten gehörte Holterborks Ehefrau Petra. Auch die Königspaare von Selm-Beifang und aus Bork gratulierten dem neuen König. Die Glückwünsche der Stadt überbrachte Bürgermeister Mario Löhr.
Herbert Holterbork konnte sein Glück noch nicht so recht fassen. „Dies ist ein toller Augenblick für mich“, so der König. Viermal habe er in den letzten Jahren beim Endkampf mitgemischt, nun sei es gelungen. Am Morgen des Vogelschießens hatte er eigentlich noch nicht so richtig vor, bis zum Schluss mitzuschießen. Doch im Laufe des Schießens habe er immer mehr gemerkt, dass er es heute schaffen wolle.
Der Hofstaat
Seinen Hofstaat hatte das Königspaar zwar schon im Kopf, doch wussten einige Paare im Vorfeld noch nichts von ihrem Glück. Der König: „Sie haben aber alle sofort zugesagt.“ Zum Hofstaat gehören Arthur und Doris Haacke, Harald und Antje Schäfer, Klemens und Susanne Wiewel, Detlef und Claudia Ackermann, Jörg und Claudia Wolters sowie Thorsten und Astrid Jahn.

Das Vogelschießen mit dem glücklichen Sieger Herbert Holterbork war der Höhepunkt des Schützenfestes. Aber auch die weiteren Veranstaltungen waren gut besucht.
„Die Auftaktveranstaltung am Freitag mit den Comedians Horst und Ewald ist sehr gut angekommen“, so Vorsitzender Heinz-Georg Mors. Die Besucher kamen im Festzelt am Jakobsbrunnen auf ihre Kosten.
Höhepunkt für das scheidende Königspaar Heinz-Georg und Marlies Mors war der Königsball am Samstagabend. Doch bevor die Schützen ins Festzelt einmarschierten, erlebten sie vor dem Zelt zunächst den Fahnenschlag. Mit einem Walzer eröffnete das Königspaar den Ball. Bis in den frühen Morgen wurde gefeiert.
Wenig Schlaf erhielt die Wache. Traditionell werden am frühen Sonntagmorgen die Offiziere des Vereins geweckt. Doch diesmal zog die Wache auch zum Haus des Bürgermeisters Mario Löhr. Gegen 6.30 Uhr wurde der Bürgermeister aus dem Schlaf gerissen. Mario Löhr bedankte sich für das Wecken mit einer Runde Getränke.
Der letzte Festtag begann gestern mit einem Gottesdienst in der Friedenskirche. Heinz-Georg Mors freute sich über die „rekordverdächtige“ Beteiligung.
Kranzniederlegung
Nach dem Gottesdienst marschierten die Schützen, begleitet vom Spielmannszug der Feuerwehr, zur Kapelle an der Südkirchener Straße. Dort wurde ein Kranz niedergelegt.
Bei Festen wird nun auch immer gegenüber der Kapelle eine Fahne wehen. In den letzten Tagen wurde der Fahnenmast aufgestellt. Sie steht vor dem Haus Heitmann. Heinz-Georg Mors bedankte sich bei der Familie für die Unterstützung und die Pflege der Kapelle.
Diakon Harald Schäfer, er ist auch im Hofstaat vertreten, und Pfarrer Claus Themann segneten die neue Fahne des Schützenvereins Ondrup-Westerfelde.
Anschließend ging es über die Südkirchener Straße zum Festzelt. Wenn auch diesmal nicht die Sonne schien, so hatten die Schützen doch Glück mit dem Wetter. Es ging nur ein leichter Regen herunter. Und am Festzelt warteten schon viele Familienmitglieder und Freunde der Schützen. Denn der letzte Festtag beginnt in Ondrup-Westerfelde immer mit einem gemeinsamen Frühstück und Frühschoppen.
Theo.Wolters@mdhl.de



Schützenfest 2018

Ondrup Westerfelde hat ein neues Königspaar

Niklas Kortendiek undMarlene Brentrup



Schützenfest in Ondrup-Westerfelde Jan-Niklas Kortendiek krönt sich mit 24 Jahren zum König.Am Ende war es ein Duell Vater gegen Sohn. Mit dem glücklicheren Ausgang für den Sohn. Jan-Niklas Kortendiek heißt der erst 24 Jahre alte neue König des Schützenvereins in Ondrup-Westerfelde. Die erste Trophäe fiel sogar schon nach dem vierten Schuss
Jan-Niklas Kortendiek ließ sich nach seinem Königsschuss mit seiner Königin Marlene Brentruo

Vater und Sohn kämpften beim Vogelschießen in Ondrup-Westerfelde am Pfingstsonntag um die Königswürde. Schließlich holte Sohn Jan-Niklas Kortendiek um 17.15 Uhr mit dem 332. Schuss den Vogelrest von der Stange. Erster Gratulant war Jürgen Kortendiek, der sich mit seinem Sohn einen spannenden Wettkampf geliefert hatte. Besonders groß war der Jubel bei der Wache, dem der neue König angehört. Gemeinsam mit seiner Königin Marlene Brentrup regiert Jan-Niklas nun drei Jahre lang den Schützenverein. Bei herrlichem Wetter sahen die vielen Zuschauer einen spannenden Endkampf. Hatten die Schützen die Insignien schnell von der Stange geholt, so erwies sich der Rumpf als sehr widerstandsfähig.
Bereits mit dem vierten Schuss holte Heinrich Rohde den rechten Flügel von der Vogelstange. Den linken Flügel sicherte sich Heinrich Lindfeld mit dem 28. Schuss. Zuvor hatte sich der bisherige König Herbert Holterbork mit dem 8. Schuss das Zepter und Markus Eggenstein mit dem 17. Schuss den Apfel gesichert. Etwas länger dauerte es beim Apfel, denn dieser war nach den ersten Treffern hinter den Kopf gerutscht. Engelbert Heitmann konnte ihn dann mit dem 103. Schuss herunterholen.

Zu Beginn des Endkampfs mischten noch Engelbert Heitmann und Heinrich Lindfeld mit. Doch als der Vogelrest immer lockerer wurde, gingen nur noch Jan-Niklas und Jürgen Kortendiek an die Vogelstange. Jürgen Kortendiek war bereits bei den letzten beiden Vogelschießen im Endkampf dabei. Nun zog er gegen sein Sohn Jan-Niklas den Kürzeren. „Alles gut“, so sein Kommentar.

Marlene Brentrup wird Königin

Bereits mit dem vierten Schuss holte Heinrich Rohde den rechten Flügel von der Vogelstange. Den linken Flügel sicherte sich Heinrich Lindfeld (Foto) mit dem 28. Schuss. Zuvor hatte sich der bisherige König Herbert Holterbork mit dem 8. Schuss das Zepter und Markus Eggenstein mit dem 17. Schuss den Apfel gesichert. Etwas länger dauerte es beim Apfel, denn dieser war nach den ersten Treffern hinter den Kopf gerutscht. Engelbert Heitmann konnte ihn dann mit dem 103. Schuss herunterholen.

Viele Mitglieder anderer Schützenvereine, auf dem Foto aus Selm-Beifang, kamen zur Festwiese am Jakobsbrunnen. Vertreten waren auch Schützen aus Bork, vom Schützenverein St. Fabian und Sebastian sowie von der Schützenbruderschaft St. Pankratius aus Südkirchen. Die Schützen Südkirchen stellten zudem den Schießstand zur Verfügung. Die Schießaufsicht übernahm Thomas Schäper.

Mit einem Kabarettabend begann das Schützenfest am Freitag. Das Duo Harald Funke und Jochen Rüther stellten nicht nur ihr schauspielerisches Talent unter Beweis, sondern überzeugten auch mit Tanz- und Gesangseinlagen. Schützenvorsitzender Heinz-Georg Mors kündigte bereits an, das Duo zum Auftakt des nächsten Festes in drei Jahren wieder verpflichten zu wollen.

Ehrungen und Beförderungen bei den Schützen

Der Vorstand der Schützen Ondrup-Westerfelde hat im Rahmen des Frühschoppens am Montagmorgen langjährige Mitglieder geehrt. Zu den Gratulanten gehörte auch das neue Königspaar.

Geehrt wurden:

60 Jahre:
Hubert Prott und
Rudolf Streppel;

50 Jahre:
Otto Heymer,
Wilhelm May,
Wlhelm Spinne,
Bernhard Albers,
Heinrich Böcker und
Herbert Rotert;

25 Jahre:
Detlef Ackermann,
Frank Bördeling,
Ludwig Kloth,
Winfried Kock,
Michael-Franz Knobloch, Frank Lütke-Volksbeck,
Franz Närdemann und
Gregor Schwenken

Befördert wurden

Markus Heitmann
zum Feldwebel,

Henrik Volle
zum Leutnant,

Benedikt Reher Stabsfeldwebel

Manfred Heitmann zum Hauptmann.



Theo Wolters Ruhrnachrichten

 

19.Januar 2019

Schützen aus Ondrup-Westerfelde haben einen neuen Vorstand gewählt.
In seiner Jahreshauptversammlung hat der Schützenverein Ondrup-Westerfelde 1888 am Samstag seinen Vorstand neu gewählt und damit gleichzeitig einen Generationswechsel vollzogen.

von Beate Dorn

Selm, 21.01.2019

vorne l. Frank Flöter, Heinrich Rohde, Heinz-Georg Mors, Sigbert Rotert, hintere Reihe v. l. Matthias Böcker, Björn Albers, Peter Sowislo, Matthias Heitmann und Christian Sandhowe © Beate Dorn

Der Staffelstab an der Vereinsspitze ist weitergereicht. Heinz-Georg Mors tritt nach 15 Jahren als Vorsitzender in den Hintergrund, Heinrich Rohde freut sich auf die kommenden Herausforderungen. Die Mitglieder wählten ihn einstimmig.

„Man muss auch loslassen können und ich kann guten Gewissens aufhören“, sagte Mors. Seinen Nachfolger ist Dank intensiver Zusammenarbeit längst auf die neuen Aufgaben vorbereitet. Heinrich Rohde wechselt vom Stellvertreterposten zum Vorsitzenden. Zum neuen 2. Vorsitzenden wählte die Versammlung Björn Albers. Sein bisheriges Amt als Kassierer übernimmt Matthias Böcker. Matthias Heitmann löst Peter Sowislo als 2. Schriftführer ab. Neu im Beirat ist Christian Sandhowe. Bei den Kassenprüfern löst Maximilian Richter Alexander Rohde als zweiten Kassenprüfer ab. Alexander Rohde ist nunmehr erster Kassenprüfer.

Mit guten Nachrichten ins neue Vereinsjahr

Heinz-Georg Mors freute sich über die Ernennung zum Major. „Das ist für mich eine Ehre. Genau wie meine Vorgänger lege ich Wert auf das formelle Auftreten der Schützen bei Veranstaltungen. Ich bin gerne bereit, den jüngeren Leuten insofern etwas beizubringen“ betonte er.

v. l. Heinrich Rohde übernimmt das Amt des Vorsitzenden von Heinz-Georg Mors © Beate Dorn

Mit guten Nachrichten startete der neue Vorsitzende Rohde in das Vereinsjahr. Sechs Mitglieder beantragten die Aufnahme in den Schützenverein und wurden in der Jahreshauptversammlung bestätigt. Insgesamt gehören nun 157 Schützen der Gemeinschaft an.

„Kleiner Verein mit hoher Präsenz“

„Wir sind schon lange ein Nachbarschaftsverein mit konstant rund 150 Mitgliedern. Bei uns wird nach wie vor die Nachbarschaft gepflegt. Wir wollen gar nicht unbedingt wachsen, sondern ein kleiner Verein mit hoher Präsenz sein. Das heißt, dass bei Veranstaltungen auch tatsächlich die meisten da sind und jeder jeden kennt“, erklärte Mors.

Nachwuchssorgen plagen den Verein nicht. Dass im Vorstand nun überwiegend junge Leute aktiv sind, ist allerdings kein Zufall.

Die neuen Mitglieder des Schützenvereins Ondrup Westerfelde 1888 wurden offiziell aufgenommen. © Beate Dorn

„Wenn Schützenbrüder bereit sind Verantwortung zu übernehmen, muss man sie auch lassen. Wenn man zu lange wartet, sagen die irgendwann jetzt will ich auch nicht mehr. Wenn man dann selber alt ist, ist es schwierig Nachfolger zu finden“, sagte Rohde. „Man muss dann aufhören, wenn es am schönsten ist“, ergänzte Mors. Er habe als Vorsitzender zwar viel Zeit investiert, es aber nie bereut. Das sei nicht vergebens, weil es anerkannt wird und man auch viel zurückbekäme.

Orden für besondere Verdienste

Über Lob und Anerkennung in Form eines Ordens für besondere Verdienste freuten sich neben Heinz-Georg Mors, Peter Sowislo, Heinz Böcker, und Wilhelm Große-Holz.

Nächster gemeinsamer Termin für die Schützen ist der 4. Mai, wenn der Ausmarsch mit anschließendem Biwak in gewohnter Weise bei Familie Haschmann stattfindet



www.westerfelde.de
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Quelle Ruhrnachrichten